00:00:05: Literaturhaus Bremen, der Podcast.
00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge des Literaturhauss-Podcasts.
00:00:13: Diesmal mit Frieda Ahrens.
00:00:15: Und zu Gast in dieser Folge ist Hermann Finkel.
00:00:16: Herzlich Willkommen!
00:00:18: Ja, schön Dank dass wir miteinander reden können.
00:00:22: Beziehungsweise eigentlich müssen Sie mich ja willkommen heißen weil wir sind gerade bei Ihnen zu Hause und falls alle die Zuhören sie noch nicht so richtig verorten können stelle ich einmal Sie kurz vor und wenn ich irgendwelche Fehler mache wenn ich falsch recherchiert habe dann Intervinieren Sie bitte direkt.
00:00:37: Sie sind wie ich im Emsland geboren, in Rede und leben wie ich jetzt in Bremen!
00:00:43: Sie sind Autor- und Journalist.
00:00:44: Sie haben für viele Zeitungen gearbeitet bei der Emszeitung das Voluntariat gemacht und dann für den NDR gearbeitet erst als Fan Ostkorrespondent in Tokio und auch in Washington und waren in dem Jahr deiner Wendeleiter des ARD Ostdeutschlands Büros und schließlich Programmdirektor Hörfunk bei Radio Bremen.
00:01:04: Parallel waren sie aber auch Autor neben ihrer journalistischen Laufbahn.
00:01:07: Sie haben viele und immer wieder Bücher veröffentlicht, Karl von Ossetski zum Beispiel eine Biografie mit einem Vorwort von Willi Brandt das kurze Leben da so viel Scholl.
00:01:17: Und sie waren Herausgeber unter anderem Von der Akku-Einsicht Christa Wolff Zerspielung und Dialog Eine Dokumentation.
00:01:24: Jetzt haben sie eine Flugschrift veröffnet ein kleines Büchlein.
00:01:27: entscheidet euch heißt das und über das wollen wir heute eigentlich sprechen Aber Ich würde gerne andersrum starten, ein bisschen von hinten aufrollen.
00:01:35: Ich habe ja gerade ganz viele Bücher aufgezählt.
00:01:38: Welches war das Wichtigste für Sie?
00:01:41: Das wichtigste Buch war die Biografie über Sophie Scholle – das kurze Leben der Sophie Schull.
00:01:49: Das Buch war nicht nur das erfolgreichste gewesen ist oder nach wie vor es ist und auch auf dem Markt.
00:01:57: Diese Figur hat mich sehr... beeindruckt, beschäftigt und so weiter.
00:02:02: Auch von der... Einmal von der intellektuellen Seite aber auch von der emotionalen Seite.
00:02:07: Von der intellektewellen Seite möchte ich eigentlich auch Katvanos Herzgier wählen, der mich sehr geprägt hat mit dem was er geschrieben hat und wie er geschrieben hatte.
00:02:16: Und er war ja der bekannteste Hefling im Emsland.
00:02:19: Er war in KZS der Wegen in Aftiert gewesen.
00:02:23: Friedensnobelpreisdäger von Das wurde in den Sechsten und Dreißig entschieden.
00:02:30: Karl von Oszecki hat mich mit seiner Sprache, mit seinem Mut aber auch mit seiner Klarheit der Gedanken sehr beeindruckt.
00:02:38: Also so viel Scholl!
00:02:39: Und die beiden Figuren, die mich am meisten beschäftigt haben und die mich als schreibenden Menschen dann insofern auch mitgeprägt haben vielleicht.
00:02:51: War das diese Figuren?
00:02:53: Haben ich bewegt?
00:02:54: Auch die Motivationen?
00:02:55: Bücher über sie zu schreiben, also die Motivation hinter dem Schreiben sich mit den Figuren mehr auseinanderzusetzen und das in die Öffentlichkeit zu tragen.
00:03:01: Die Motivaton war noch ein bisschen anders.
00:03:04: Und zwar als Radio oder Zeitungsreporter hatte ich immer das Gefühl unser Beruf leidet auch ein bisschen unter Oberfrächtigkeit.
00:03:15: Also wir müssen alle schnell sein, also als Radio manchmal sowieso bei der Zeitung hatten man manchmal noch ein bissel mehr Zeit zum Schreiben, aber beim Radio hat man machen wir nur zehn Minuten eine Geschichte fertig zu recherchieren oder wenigstens die Fakten zu sortieren um sie dann auch darüber berichten zu können.
00:03:35: und dann habe ich gedacht In den Orten, wo ich recherchiere und bin oder später in den Ländern, als Korrespondent gearbeitet habe, muss ich tiefer graben.
00:03:47: Ich muss mindestens einer Stelle etwas tiefergraben, damit ich das Land besser verstehe, damit die Menschen besser verstehen.
00:03:55: Dieses tiefer Graben hat dazu geführt einmal dass sich im Emsland mich mit der Lagergeschichte der fünfzehn Konzentrationsstrafgefangenen und Kriegsgefangenen lager näher und tiefer beschäftigt habe, aber dann später in Japan zum Beispiel oder in Amerika habe ich immer Sendungen gemacht Featuren oder auch Gesprächs-Sendungen bei denen ich den Versuch gemacht habe Menschen zu befragen die etwas zu sagen hatten und die aber auch mir das Land aufschließen konnten.
00:04:31: Und dadurch ist die Idee entstanden Wicher zu schreiben, aber ich muss sagen da gab es sozusagen eine Geburtshelferin auch beim Schreiben.
00:04:41: Weil eine Lektorin damals Dressler verlag in Hamburg als ich Moderator beim Ende ein Hamburg war.
00:04:46: die hat gemerkt der Finkel macht in seinen Sendungen häufig ein historisches zeit historisches Thema wenn's dafür einen aktuellen Anlass gehabt und so weiter hatte ich fast immer in meinen Sendungen ob In der Morgensendung, also Korea Morgen, Korea Mittag oder Echer des Tages hatte ich ein zeitistolisches Thema.
00:05:07: Und das hat Elisabeth Rabe die Lektorin von Dressler in Hamburg, hat das gehört und riecht mir eines Tages an und sagte Ich bin die Elektorin bei einem Jugendbuchverlag und hätten sie nicht mal was mit mir zu reden vielleicht auch über einen Thema?
00:05:23: Und dadurch ist die Idee für das Buch über Karl van der Setsgi entstanden Und nach Hause kam Heinemann, also eine Biografie bei Heinemmann.
00:05:32: Gustav Heinem Mann den früheren Bundespräsidenten, den heute kaum noch jemand kennt muss man auch gar nicht unbedingt kennen.
00:05:40: und eben die anderen Bücher, die ich gemacht habe das war dann zunächst mal immer wieder Elisabeth Rabe.
00:05:46: Auch von ihr stammt die Idee für eine neue Reihe.
00:05:50: da war sie Lektorin bei Ravensburger in Ravensburg.
00:05:54: Da hat sie mich eines Tages gefragt hast du Lust über Sophie Scholl ein Suchenbuch zu schreiben.
00:06:01: Ich bereite gerade eine neue Reihe vor Mädchen und Frauen, also für ein jüngeres Lesepublikum Und ich könnte mir vorstellen du könntest das machen nachdem Du schon Ausetski und Heinemann verarbeitet hast und Ausetsky war ein sehr erfolgreiches Buch oder durchaus ein erfolgreiches buch, vor allen Dingen auch durch das Vorwort von Willi Brandt.
00:06:23: Und da habe ich gesagt, Sophie Scholl.
00:06:25: Du meinst vielleicht Hans-Scholl?
00:06:28: Nein!
00:06:28: Ich meine, Sophie-Schol.
00:06:29: Ich will ja eine Reihe über Frauen machen und sagte sie dann.
00:06:33: Da habe ich auch gesagt, das muss ich mir überlegen.
00:06:38: Also da muss ich mich näher mit befassen.
00:06:40: Weiß ich jetzt nicht.
00:06:43: Dann habe ich das versucht... klar zu machen, was sie geschrieben hat.
00:06:49: Was sie gemacht hat?
00:06:50: Wie sieht den Widerstand gegen die Nazis zusammen mit ihrem Bruder Hans und mit den Studentinnen und Studenten in München organisiert und realisiert
00:06:59: hat?".
00:07:00: Und dann habe ich gedacht ja das versuche ich!
00:07:03: Das Buch ist keine klassische Biografie geworden sondern ich habe ganz viele Menschen interviewt dürfen vor allen Dingen ihre ältere Schwester Inge Eikerscholl.
00:07:14: Eine schwierige Beziehung zwischen uns beiden, aber daraus ist eine Freundschaft entstanden später.
00:07:20: Und da habe ich diese Segmente aus diesen Interviews genommen und habe daraus so eine Art Collage auch gemacht.
00:07:29: Ich hab die Segmente zusammengefügt und daraus eine Art Biografie gemacht um eben diese Figur lebendig darzustellen.
00:07:40: und das Erstaunliche war Womit ich überhaupt nicht gerechnet habe, vom Staat an war das ein Bestseller.
00:07:46: Ich krieg dir gleich zwei Preise dafür.
00:07:48: Den Buchstuch der Bullen muss man nicht kennen aber das ist eine sehr begehrte Jugendbuchauszeichnung und dann eben den deutschen Jugendbruchpreis für dieses
00:07:57: Buch.
00:07:57: Wenn Sie jetzt erzählen es sind ja vor allem Biografien und sie haben gerade schon gesagt sie haben sich angenehrat bei Sophie Schau zum Beispiel über Interviews und so nicht einfach ne Nachzeichnungen Ich frage mich, wie man eine Biografie angeht.
00:08:09: Ob man jemals das Gefühl hat es ist jetzt das komplette Leben erzählt oder ob man sowieso von Grundsatz sagt ich mache nur einen Teil und werde einer ganzen Person eh in einem Buch nicht gerecht Und dann so ein Fokus setzt.
00:08:20: also wie geht man daran?
00:08:21: Es bleibt immer ein gefühl der Unsicherheit.
00:08:24: habe ich diese person verstanden?
00:08:27: Habe ich Sophie Scholl oder Kathor Bondis van Beek an Ein Parallel-Schicksal über die zwei oder drei Bücher hochgemacht habe.
00:08:37: Habe ich dann überhaupt verstanden, wie diese Frauen, diese jungen Frauen im Widerstand ... Was haben sie gemacht erst mal?
00:08:46: Und weshalb haben Sie es auch gemacht?
00:08:48: Verständlich zu machen für ein jungeres Lesepublikum, für Leserinnen und Lesern die ihr begreifen wollen oder sollen, das ist was die Absicht des Autors, weshalb damals Menschen in den Widerstand gegangen sind.
00:09:04: Das Gute war, dass sich also Menschen die diese Personen gekannt haben bzw.
00:09:10: auch über sie einiges gewusst haben später sprechen und auch interviewen konnte und dann prüfen konnte ob ich es hier richtig dargestellt habe Also Zeitzeugen zu befragen die dann auch berichten konnten wer war dieser Person?
00:09:31: Was hat sie gemacht, weshalb hat sie in den Widerstand gegangen?
00:09:35: Und dann habe ich eben an dieser Stelle und manche anderen Stellen erlebt dass sich die doch vielleicht ganz gut verstanden haben.
00:09:42: Also ich bin ja mit der Frage gestiegen was war das wichtigste Buch?
00:09:45: ist das wichtigeste Buch auch das wichtigsten Werk von ihnen würden Sie sagen oder es ist ein journalistisches Werk oder einen Engagement?
00:09:52: wie würden sie auf ihr Leben blicken?
00:09:53: was war da das wichtigst?
00:09:56: Ich müsste eigentlich die Feature mit einbeziehen, wenn ich über die Antwort auf ihre Frage nachdenke.
00:10:03: Also das tiefer Graben war auch natürlich Radiophon gemeint.
00:10:07: Das ist nicht nur die Bücher.
00:10:08: Die Bücher kamen ja dann grissermaßen dazu.
00:10:12: oder dass was sich in Japan gemacht habe über die Kinder von Hiroshima.
00:10:17: Das waren zunächst mal Radiobeiträge.
00:10:19: Ich habe beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg jetzt Claudex so ein bisschen über einen Sender, der hier ganz in der Nähe existiert und dem ich auch sehr viel zu verdanken habe.
00:10:31: Insofern weil er mich ins Ausland geschickt hatte was immer mein Traum war.
00:10:34: Bei einem NDR hab' ich eine Sendung gemacht die mir sehr am Herzen lag.
00:10:39: Vielleicht war es doch die wichtigste Radiosendung.
00:10:42: Die waren nicht sehr radiophon gestaltet.
00:10:45: das hatte mit dem Entstehungsprozess zu tun dass sie umstritten waren.
00:10:49: Das ging unter den Radikalern alles den Erlass, nachdem also Verfassungsfeinde nicht in den öffentlichen Dienst übernommen werden konnten.
00:11:02: Also das Anfang des neunzehnten siebziger Jahre ist dieser radikalen Erlass entstanden unter anderem unter Anleitung von Willi Brandt und der das später sehr bedauert hat und er wurde benutzt um wenn sie die Siebzigerjahre so ein bisschen in ihren Hinterkopf mit aufnehmen könnten.
00:11:25: Dann wissen sie, das war die Zeit der Barameinhof-Gruppe nicht?
00:11:28: Wo die Terror-Barameinhoff-Aktüre dann eben Leute ermordet haben und so weiter.
00:11:33: Das waren blutige Terror in Deutschland.
00:11:37: Und da war eben die Sensibilisierung für sogenannte Verfassungsfeinde, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen.
00:11:45: Die war sehr stark damals Und diese Sensibilisierung führte also zu diesem radikalen Erlass.
00:11:52: Das war ein Beschluss, der gefasst wurde und nachdem dann viele angehende Studentinnen und Studenten die ihren Abschluss als Pädagogin und Pädagogen hatten oder dann irgendwo in den öffentlichen Dienst eine andere Funktion übernehmen wollten dann gehindert wurden.
00:12:12: Und das waren natürlich zum Teil Leute, die sehr engagiert waren, die sich eingebracht hatten, die vielleicht auch in der DKB oder in einer mauestischen Gruppierung gewesen waren oder zum Teil noch aktiv waren aber eigentlich keine Verbrechen oder nicht eigentlich sondern sie hatten keine Verbrächen begangen, sondern Sie hatten sich engagiert, waren jung und wollten die Republik verändert.
00:12:36: Das war die Nachläufer der in den Sechzigerjahren, die ich ja selber auch zum Teil miterlebt habe dann bei der Amtszahlung in Papenbeugel.
00:12:50: Und da gab es Fälle darunter, wo man
00:12:56: sagen
00:12:57: konnte das kann doch gar nicht sein selbst wenn sie noch in der Diggaffee sind, selbst wenn Sie bestimmte Flugblätter unterschrieben
00:13:04: haben.".
00:13:06: ist das ein Grund, ein legitimer Grund, dass ein Staat oder eine Behörde diesen Menschen sagt ihr dürft nachdem er die Ausbildung gemacht hat.
00:13:16: Ihr dürft für den Staat nicht arbeiten.
00:13:19: Da gab es solche Fälle, die man schlicht nicht nachvollziehen kann, wo dann junge Menschen auch gewissermaßen so in die Radikalität hineingetrieben wurden, die sie gar nicht besessen hatten vorher.
00:13:33: Darüber habe ich eine Sendung gemacht.
00:13:35: Eine Stundensendung zusammen mit einem Freund, Tumsen und wir haben diese Fälle gesammelt und dokumentiert.
00:13:44: Das Projekt war von Anfang an im Hause sehr umstritten.
00:13:47: Die Programme verantwortlichen haben wir gesagt also nein und hier wird halt nur die Fälle und sie müssen doch die Gegenseite und alle möglichen Positionen dabei ist Ausgewogenheit kann nicht in einer Sendung hergestellt werden.
00:14:00: Das, was ich jetzt erzähle ist ja in dem Sinne auch nicht ausgewogen.
00:14:04: Sie nehmen ja nicht jemanden vermutlich in die Sendung oder in den Podcast hinein.
00:14:10: Diese Person sagt dann ja das, was Finke erzählt hat stimmt ja alles vorne und hinten nicht.
00:14:15: Da geht es ja nicht sondern sie haben mich eingeladen zu diesem Podcast damit ich das erzähle, was sich meine als zu erzählen in der Lage bin und so weiter.
00:14:25: Und wir haben dann diese Fälle dokumentiert, es gab eine lange Diskussion und die Sendung ist gelaufen.
00:14:32: und was passierte nach der Sendung?
00:14:34: Es war die erfolgreichste Radiosendung, die ich je zusammen mit einem Kollegen aber auch an der ich selber beteiligt war.
00:14:42: Wir kickten stapelweise Briefe und überwiegend Zustimmung.
00:14:47: das heißt jetzt hatte sich auch ne Drucksituation in der Gesellschaft eingesammelt und die Kritik, die vorher geäußert worden war.
00:14:57: Diese Kritik war natürlich mit diesem Echo weg.
00:15:02: Das war doch meine wichtigste Funksendung!
00:15:05: Das ist total spannend weil es gut anknüpft.
00:15:07: eine Frage, die ich auch gestellt hätte und zwar ist ja ihr Leben so wie ich das vorgelesen habe... Die journalistische Arbeit ist ja gespickt mit einem Engagement, dass über den Journalismus hinausgeht.
00:15:20: Ob er als Autor oder irgendwie als jemand der sich für die Gedenkstätten einsetzt und auch das war eine Sendung mit Haltung würde ich sagen wie viel darf da Journalismus jetzt auch mit den neuen Phänomen wie Shitstorm oder was immer wovor dann Kollegen in Angst haben Wenn man eine Meinung vertritt, dass das dann kommt.
00:15:41: Auch wenn es als Kommentar kennzeichnet ist zum Beispiel Welche Aufgabe hat eigentlich Journalismus und welche Haltung darf's haben?
00:15:49: Für unser Handwerk für den Journalismus gelten Regeln.
00:15:54: Also die Regeln heißen sachlich fair Und so objektiv wie möglich.
00:15:59: absolute Objektivität gibt es nicht, weil es zu einem und demselben Gegenstand gibt es mindestens zwei manchmal fünf Meinungen.
00:16:08: Und auch fünf Realitäten also Wirklichkeiten die dahinter stecken.
00:16:13: das heißt man kann sich eigentlich alle in drei Minuten abbilden Es geht ja gar nicht dann kann man Radio abschaffen wieder und so weiter.
00:16:20: Also diese Regeln der Fairness der Objektivität, dass man eben auch nicht nur die eine Meinung in einer sehr umstittenden Sinne, sondern versucht auch andere mit einzubeziehen.
00:16:32: Das meine ich mit sachlich und objektiv und fair – das gilt immer!
00:16:39: Und das habe ich auch in den Jahren, in denen ich in Amerika war, auch von dem amerikanischen Journalismus gelernt wurde.
00:16:47: Die Amerikaner wurden das ganz richtig und die Meinung... Die darf man dann daneben im Kommentar sagen.
00:16:54: und außerdem sind wir ja Staatsbürger.
00:16:56: Wir sind ja Bürger in einem Land, Deutschland oder Bundesrepublik oder wo ich da gerade lebe.
00:17:02: Das heißt, wir dürfen auch aktiv werden.
00:17:06: Ich bin nie in einer Partei gewesen obwohl eine Partei immer wieder an mich angekommen ist oder gelegentlich mal an mich herangekommen ist und gesagt hat Finke sie können doch bei uns Mitglied werden?
00:17:16: Ich sage jetzt nicht den Namen der Partei sondern Da können Sie sich vorstellen.
00:17:21: Dann können wir auch was für sie tun, heißt also kann ich für Ihre Karriere etwas tun?
00:17:25: Und dann habe ich gesagt Dankeschön!
00:17:29: Ich werde nicht in die Partei eintreten sondern weil ich nicht wenn ich was werden will, dann werde ich es durch mich oder mit Menschen mit denen ich sonst zusammen arbeite aber nicht durch Partei zu gehörigen.
00:17:41: das nicht.
00:17:43: Das könnte sogar ein Hindernis sein für meine Arbeit und so weiter.
00:17:46: Das werfe ich Kolleginnen und Kollegen nicht vor, die es sind aber... Ich mache das nicht!
00:17:51: Und habe es auch nie gemacht.
00:17:52: Aber in Papenburg habe ich den demokratischen Club Papenburger mitbegründet.
00:17:57: In Papenbrück war ich dann beteiligt dem Karl von Rosseski Arbeitskreis mit Zürkenböcken Das DITS, der sogenannte Dokumentations- und Informationszentrum Amsternlage, das habe ich schon in Hamburg war.
00:18:09: oder als ich im Ruhrgebiet bei der neuen Ruhrzeitung Westdeutscher Allgemeinen Zeitung fahre habe ich immer den Kontakt zu den Akteuren dort behalten, so wie ich heute Kontakt zu Akteurinnen in Ostdeutschland habe und mit denen nicht zu eng zusammenarbeiten.
00:18:27: Das heißt ja nicht dass ich dann nicht mehr bin.
00:18:29: Ich war auch Aktivist aber ich bin nach wie vor Journalist.
00:18:32: Ich kenne mein Handwerk und ich beachte die Regeln meines Handwerks und wir dürfen dabei noch daneben wenn sich Dinge so zuspitzen wie sie das gerade in der Gegenwart tun Also mit dem Ansturm oder mit den Vormarsch, der in Wien weiten teilen rechtsradikalen AfD.
00:18:50: Mit diesem Thema setze ich mich auseinander und da fühle ich mich auch als Staatsbürger dazu verpflichtet oder als politischer Mensch oder als Politischer Journalist mit denen Erfahrungsarzt, den ich
00:19:00: habe.".
00:19:02: Da sind wir ja sehr schön beim Thema des Moches gelandelt!
00:19:06: dass ja genau in die Richtung geht.
00:19:08: Also wir haben eine Entwicklung in Deutschland, die besorgniserregend ist und nicht nur in Deutschland in ganz Europa und auch darüber hinaus global was das Ganze nicht weniger besorgerungserregend macht.
00:19:19: und ihr Buch ist dazu entschieden und es heißt entscheidet euch!
00:19:22: Und es ist ein Appell!
00:19:25: Ein Appell wohl zu.
00:19:26: wozu soll man sich entscheiden?
00:19:27: Man soll sich entscheiden, was die Stimmabgabe für eine rechtsextreme Partei bedeutet.
00:19:37: Und für unser Land mit einer bestimmten Zeitgeschichte in der es Widerstand gegeben hat im Nationalsozialismus und in der DDR, Bürgerrechtsbewegung usw.
00:19:51: Das heißt also, mit dem Vormarsch dieser Partei steht unsere Demokratie oder wird unsere Demokratien in Frage gestellt.
00:20:02: In meiner Wahrnehmung, die muss man nicht teilen, ist es die größte Herausforderung für unsere Demokraties.
00:20:09: Ich habe von unserer Demokratie als junger Journalist einmal gesagt Wir haben ja keine richtige Demokratie Die musste erst noch werden.
00:20:18: das war in den Demonstrant auf die Straße ging als wenn er ohne Sorge erschossen wurde, als es diese starke Repression des Staates gab.
00:20:31: Da habe ich meinen Glauben an die Demokratie ein Stück weit verloren und das hat unter anderem die Arbeit an den Biografien Karl von Osiercki Heinemann vor allen Dingen Heinemann.
00:20:41: Der hat meinen Glauben an die Demokratie dann ein Stück weit wieder hergestellt, weil ich wusste wie wichtig dieser Mann gerade für Freiheit von Homosexuellen.
00:20:51: Für Freiheit von Menschen, die anders denken und so weiter.
00:20:54: Dass man die erstmal akzeptieren muss, so wie sie sind.
00:20:59: Ja!
00:20:59: Ich bin jetzt ein bisschen abgewichen von ihrer Frage.
00:21:03: was in Frage steht ist Freiheit und Demokratie also das... Parlamentarisches System, was wir haben und was schon umzingelt ist.
00:21:11: Wir haben das vorhin in der Frage schon gesagt von eben Ländern, in denen diese rechtsextremen Parteien entweder schon an die Regierung sind oder auf dem Wege oder die Politik schon mitbestimmen oder eben auf den Wege sind, die Politik demnächst zu übernehmen.
00:21:30: Und wenn man die Weltlage dazu nimmt, die aktuelle Weltlage ist die Situation ja noch viel dramatischer für uns.
00:21:38: Also ich habe in meinem Flugschiff sage Ich Europa ist eingekallt von drei Mächten Russland russische Föderationen Von der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten von Amerika Den früheren Verbündeten Für den Präsidenten.
00:21:56: den darf man auch als Kriminellen bezahlen weil er verurteilt worden ist Und so weiter.
00:22:03: Die anderen Verfahren sind ja alle nur aufgrund seiner Präsidentschaft und weil das Oberste Gericht ihm der Strafreiher die Immunität zugestanden hat, gar nicht zum Zuge gekommen.
00:22:12: aber... Das ist eine Gang!
00:22:14: Das ist ein Verbrecherband in meinen Augen.
00:22:18: Was daraus entstehen wird weiß ich nicht Aber darüber könnten wir eine getrennte halbe Stunde reden
00:22:24: Wenn wir jetzt auch.
00:22:24: also Sie haben schon gesagt Trump kann man als Verbrecher betiteln, wie man ja auch in Deutschland bestimmte Politiker als Faschisten betitelt darf.
00:22:32: Weil das Verfassungsgericht gesagt hat Das ist so und trotzdem werden sie gewählt.
00:22:37: also faktisch liegt alles da eigentlich und trotzdem werden diese Parteien gewählt.
00:22:44: Und der Klappentext ihres Buches verspricht ja einen Bündel an Maßnahmen, wie Wählerschichten für demokratische Parteien zurückgewinnen sind.
00:22:51: Was ist das denn?
00:22:52: Was sind die Maßnahmen?
00:22:52: Wie kann man diese Leute, die man mit den Fakten anscheinend nicht erreichen, dann noch erreichen?
00:22:57: Ich würde das auf unter drei Gruppen dich ganz kurz ansprechen und nicht alle Maßnahmen wahrscheinlich nennen, wer die in der Flugschrift enthalten sind aber zum Beispiel Jungwählerinnen und Jungwäler Die stehen unter einem sehr starken Einfluss, ich nenne das TikTok Generation.
00:23:13: Wo eben die AfD eine sehr subtil Parteiverbung macht und so weiter.
00:23:20: junge Menschen, die noch nicht festgelegt sind in ihren politischen Verhalten und Abstimmungsverhalten.
00:23:27: Dann versuche ich zu beeinflussen und erfolgreich.
00:23:30: Ich bin ein Drittel der jungen Wählerschaft, sich für die AfD entscheidet ist das für mich ein Alarmzeichen dass eigentlich schlaflose Nächte bereiten könnte.
00:23:42: also was kann man machen in Bezug auf das was sein im Netz passiert muss gestoppt werden halte ich unverzichtbar.
00:23:51: Das muss gestoppt werden und dann müssen alle Gruppen, die irgendwie mit kommen jetzt nicht gleich auf Schulen weil in vielen Veranstaltungen wird dann immer gleich die Schulen und die Pädagoginnen und Pädagogen bemüßtigt das nicht sondern Landeszentral für politische Bildung.
00:24:07: Alle Eindrichtungen Gedenkstätten
00:24:08: usw.,
00:24:10: die sollten sich...das empfehle ich in dieser Flugschrift.
00:24:13: die sollten sich orientieren in diesem Wahljahr, Jahr zwanzig, sechsundzwanzig.
00:24:21: Was können wir machen um junge Menschen davon zu überzeugen dass das eine historische Sackkasse ist, Rechtsextremisten an die Macht zu lassen?
00:24:32: Das merke ich in den Gesprächen mit den Akteuren in Ostdeutschland wenn wir zusammen sitzen und zu reden.
00:24:39: was kann man machen?
00:24:39: was wollen wir machen?
00:24:41: die sitzen gedanklich auf den gepackten Koffern, die überlegen sich was wird aus uns wenn in einem Bundesland ob Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern dann im September.
00:24:55: Die AfD so viele Bestimmen bekommen bekommt dass eben die AfD den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin meistens in dieser Männer dann schnell kann.
00:25:07: Was bedeutet, dass die Landesenthalte für politische Bildung sofort gestoppt werden?
00:25:13: Dass an den Schulen sofort bestimmte Unterrichtseinheiten gestopft werden und so weiter.
00:25:18: Also da gilt es Vorkehrungen zu treffen.
00:25:21: Da kann man noch ganz viel machen was Jugendlicher angeht.
00:25:25: Der zweite Bereich sind die ländlichen Regionen.
00:25:28: in den ländischen Regionen Richtet die AfD, und ich weiß wovon ich spreche.
00:25:37: Ich weiß wie es in Thüringen aussieht.
00:25:39: In Sachsen-Anhalt Brandenburg und Magnenburg-Vorpommern.
00:25:43: Ich bin in all diesen Ländern unterwegs gewesen.
00:25:46: In den ländlichen Regionen sind es Neonazis und Teil aus Westdeutschland ...
00:25:51: Ich will gerade sagen, westdeutscher ist da ja auch nicht viel.
00:25:54: also Man guckt immer auf Ostdeutschland, aber ich finde diese Erzählung des ostdeutschen Rechtsextremismus auch schwierig.
00:26:00: Weil wir haben in Westdeutscherland schon die Zahlen?
00:26:03: Absolut!
00:26:03: Ich kann ihn überhaupt nicht widersprechen und darüber müssen man auch noch mal getrennt reden.
00:26:07: Die Zahlen sind ja bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen... hat die AfD in den manchen Städten das doppelte oder das dreifache erzielt.
00:26:15: Die Städte wie Gelsenkirchen sind wahnsinnig nah dran, dann die Bürgermeistern auch zu gewinnen usw.
00:26:22: Das ist nochmal ein Kapitel für sich.
00:26:24: aber ich werde ein bisschen konzentriert über Ostdeutschland weil das eben auch das Gebiet war wo ich in den letzten Jahren unterwegs gewesen bin und weiter unterwegs bin schon Termine verabredet habe oder verabrettet werde noch und versuchen werde dann eben nicht jetzt mit dem als wer sie ankommt, um zu sagen ihr habt was ich jetzt hier mache oder Beformung zu betreiben sondern eben.
00:26:53: Was macht Ihr?
00:26:54: Können wir als gegen Vergessen für Demokratie können wir ein Stück weit unterstützen.
00:26:59: Wir können auch malen zwei Hundert Euro Unterstützung locker machen für Flugblätter usw.
00:27:07: Das ist ein Geben und Nehmen, ein Ideen-Austausch.
00:27:10: Das machen die im Sachsen-Anhalt oder in Mecklenburg-Vorpommern.
00:27:13: Und kann man von denen lernen
00:27:14: usw.,
00:27:15: das ist diese Arbeit.
00:27:17: Die möchte ich dort fortsetzen.
00:27:19: Aber es müsste auch eine ... Wir nennen uns ja AG Ost.
00:27:21: Es müsste auch einen AG West geben, das eben beigesagt.
00:27:26: Genauso wichtig usw.
00:27:28: Also dieser zweite Bereich ländliche Regionen muss ganz viel passieren.
00:27:32: Was kann da passieren?
00:27:35: oder müssten, sollten oder könnten.
00:27:38: Sogenannte Ankerpersonen bei der Feuerwehr beim Sportverein gewonnen werden mit den Personen – das geschieht zum Teil schon!
00:27:46: Mit dem Personen.
00:27:47: dann versuchen diese Unterwanderungstaktik der Rechtsextremen Gruppen zu stoppen und zu versuchen den Menschen zu sagen geht diesen Rattenfänger nicht auf den Leim?
00:28:00: dann kann man eine Dorf-App einrichten.
00:28:02: Dann kann man also die medizinische Versorgung für Besser nehmen, dem dort einen Erzibus durch die Gegenfahrt und sowas.
00:28:09: Einiges geschieht schon oder Tante Emma Läden wiederbeleben.
00:28:13: Einiges geschieht auch in Westdeutschland.
00:28:15: Also es sind nicht was ich sage, keine neuen Ideen.
00:28:18: Ich will nur sagen wir müssen machen!
00:28:21: Wir müssen wegkommen von den Reden... Und da ist auch das, was sich dort mit der Aage Ost in Ostdeutschen mache was zu tun, von dem Reden wegzukommen und konkret etwas zu machen.
00:28:34: Der dritte Bereich ist die so genannte Stille Mitte.
00:28:37: Stille-Mitte heißt diese Wählerklientel, die zwar ihre Stimme der AfD gegeben hat aber nicht zum rechtsextremen Kern dieser Partei gehört, diese Wählers Klientel versuchen anzusprechen.
00:28:54: Und da gibt es Studien der Bertelsmann Stiftung Was sind das für Menschen?
00:29:00: Was ist das für eine
00:29:01: Wählerklientin?".
00:29:03: Und da gibt es ganz viele Milieus, die untersucht wurden.
00:29:08: Wo man noch Ansatzpunkte finden kann und genau da gibt jetzt auch ne neue Arbeitsgruppe.
00:29:14: Arbeitsgruppen Stille Mitte nennt sie sich oder Wiedergewinnung der Stille Mittel.
00:29:19: Da wird eben versucht an diese Gruppen reinzukommen.
00:29:27: Ich sage jetzt immer müssen, könnte man oder sollte man die Gesprächsformate überprüfen.
00:29:33: Kommunizieren wir richtig in der Art und Weise wie wir das machen?
00:29:37: Und was man nicht vergessen darf – und das habe ich eben auch kennengelernt und das treibt mich auch ein Stück weit an – ist das Gewaltpotenzial, was indirekt mit der AfD verbunden ist.
00:29:50: Diese Gruppen, die nur auf das Kommando warten, machen wir uns nichts vor, die stehen bereit Die stehen absolut bereit und lernen aus Amerika, was dort gerade geschieht.
00:30:01: Ja,
00:30:01: uns sind ja auch teilweise vernetzt muss man sagen.
00:30:04: Es gibt schon die Netzwerke in Deutschland
00:30:05: rein von großen
00:30:08: Foundations, die ganz viel Geld haben.
00:30:10: Da sitzt ja auch viel Geld
00:30:11: Geld, Vernetzung alles was man an Mempower und
00:30:14: sonst braucht.
00:30:15: Sie haben grad gesagt In den Siebzigern wenn ich das jetzt richtig hab Haben sie an der Demokratie gezweifelt bzw.
00:30:23: gesagt Sie ist noch gar nicht so richtig da.
00:30:26: Nun ist es ja so, dass viele Menschen auch jetzt an der Demokratie zweifeln.
00:30:31: Weil diese, nennen wir sie mal glorreichere Zeit des Nach-, also nicht direkt nach dem Krieg aber ein bisschen nach dem Krieg so.
00:30:38: Wir emanzipieren uns von der Elterngesellschaft, die im Krieg beteiligt war.
00:30:43: Wir nehmen das ernst und gehen in die Demokratie rein.
00:30:46: Das hat, ist gekippt würde ich sagen vor irgendwie fünfzehn bis zwanzig Jahren.
00:30:51: Dass die Demokraties durch vielleicht auch die neoliberale Demokratie, die so superkapitalistisch ist.
00:30:56: Aber dass sich nicht alle gesehen fühlen in der Demokratie!
00:30:59: Dass sie dieses Versprechen von Alle haben eine Stimme, alle dürfen sich beteiligen... ...dass das gekippt ist und sich viele Menschen nicht sehen fühlen.
00:31:07: Und gerade die Grünen haben zum Beispiel einen letzten Wahlkampf auch sehr geworben mit.
00:31:12: Wir müssen die Demokratie schützen und wählt uns deshalb.
00:31:15: aber Leute fühlen sich ja gar nicht mehr abgeholt Von dem Konzept.
00:31:19: Wie kann man das dann...?
00:31:21: Ändern, dass dieser Begriff nicht so ein Zahnloser Tiger wird.
00:31:24: Wo man denkt okay aber da will ich ja gar nicht hin.
00:31:26: warum sollte ich dann die Grünen also oder eine andere Partei die sich für Demokratie-Erhaltung einsetzt?
00:31:31: Aber die haben auf jeden Fall zwar einen großen Wahlplakat ich erinnere mich noch mit demokratisch schützen wo ich dachte okay ihr erreicht aber nicht die stille Mitte damit.
00:31:39: Das ist der entscheidende Punkt den Sie gerade ansprechen.
00:31:41: Also die Menschen haben das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit unseres Systems zu einem nennenswerten Teil verloren Und dieser nennenswerte Teil wird zu einer Mehrheit, wenn das Funktionieren des Staates.
00:31:57: Also auf der kommunalen Ebene, auf der Landesebene und auf der Bundesregierungsebene.
00:32:02: Wenn dieses Funktionierende nicht wieder hergestellt werden muss – ich sage bewusst, wie er hierher gestellt werden muss!
00:32:08: Weil die Ansammlung der ungelösten Probleme ist gigantisch, ist riesig... Die ungelösten Probleme, die Leute haben nicht mehr das Gefühl, ja, die packen das an.
00:32:21: Und es gibt diese Initiative für einen handlungsfähigen Staat, der wirklich eine tolle Arbeit geleistet hat eben da auch die Schwachstellen der Handlungsunfähigkeit unseres Staates dargelegt haben und die ein ganzes Paket von Vorschlägen machen.
00:32:41: Und das ist auch die Voraussetzung dafür, für was ich vorhin gesagt habe.
00:32:47: Das ging ja, was ich gesagt habe oder versucht zu sagen, ging in Richtung Zivilgesellschaft.
00:32:52: Was wir Menschen sozusagen neben unserem Beruf oder als Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern auch noch tun könnten, vielleicht tun werden?
00:33:01: Oder wie auch immer!
00:33:03: Die Handlungsfähigkeit des Staates – da ist diese jetzige Bundesregierung ist zum Erfolg verdammt, sie muss funktionieren.
00:33:14: Wenn das nicht funktioniert haben wir bei der nächsten Bundestagswahl eine Situation wo wir dann ähnlich wie vielleicht in Frankreich jetzt die Gefahr so manig fest ist wenn dann vorher schon in einzelnen Ländern die AfD die Regierung gestellt hat.
00:33:31: Das heißt also Zivilgesellschaft ist eine Voraussetzung aber wenn der Staat nicht funktioniert Wenn die Politikerinnen und Politiker ihren Job nicht machen, dann wird es nicht gut gehen.
00:33:44: Und das heißt für mich wir!
00:33:46: Das ist auch wiederum in Richtung Zivilgesellschaft oder in Richtung jedes einzelne Menschen gesagt Es reicht jetzt nicht Freiheit und Demokratie sozusagen auf die Plakate zu schreiben sondern Wir haben auch die verdammte Pflicht und Schuldigkeit bei verschiedenen Parteien, mit denen ich auch Gespräche führen.
00:34:07: Auch hier in Bremen gerade.
00:34:09: Wir machen... wir müssen den Politikern Beine machen!
00:34:12: Wir müssen dem sagen ihr müsst jetzt das machen.
00:34:15: Ihr müsst dafür sorgen dass die Dinge funktionieren.
00:34:19: Dieser ganze Sozialbereich der ist ja toll, denn ich will ja niemand was wegnehmen.
00:34:24: aber diese Art von zerfledderter Sozialstaat Das geht überhaupt nicht, wenn man das mal liest.
00:34:30: Wie viele Zugständigkeiten da sind?
00:34:33: Wie viele Leute da sitzen die alle möglichen Bestimmungen erstmal durchrechnen müssen?
00:34:38: Der Stichwort Bürokratie will ich gar nicht mehr erwähnen.
00:34:40: Ich will nur sagen, dass darf man gar nicht benutzen, wenn er nicht gleich dabei sagt wie diese verdammte Bürokrate abgebaut werden kann!
00:34:48: Ich will ja niemand was nehmen sondern ich will einfach, dass die Dinge wieder laufen.
00:34:53: als sich Programmdirektor Baradio Bremen wurde haben Kolleginnen und Kollegen mich aufgefordert, was zu tun.
00:34:59: Nicht jetzt lange nachzudenken und zu überlegen
00:35:02: usw.,
00:35:03: sondern mir Rat holen und dann aber auch Zutaten.
00:35:06: Und das habe ich gemacht.
00:35:07: Da kriegt man nicht immer so das Schulterklopfen dafür wird man auch nicht bezahlt dass man Schulter klopfen einheimst, sondern dass man eben etwas macht.
00:35:15: Und dieses Machen ist bei den Politikern da.
00:35:18: gibt es Riesendefizite oder gibt es dies Verharren?
00:35:23: Ich will noch einen Satz sagen, wenn ich darf.
00:35:25: In jedem Apparat, ob das eine Rundfunkanstalt ist, ob es eine Partei ist oder in einer anderen Organisation ist, was auch immer, entstehen.
00:35:34: Das habe ich dann irgendwann begriffen.
00:35:37: Entstehen binnenklimatär!
00:35:39: Das sind so Spielregeln, Ungeschriebene.
00:35:43: Es gibt die geschriebenen Regeln aber neben den ungeschriebenen gibt es diese Ungeschrie... Wie schätze ich denen ein?
00:35:50: Wie schätzte ich jene ein?
00:35:52: und so weiter.
00:35:53: wie gehen wir miteinander um?
00:35:54: Und dieses das läuft manchmal konfliktträchtig, manchmal auch nicht konfliktrechtig.
00:36:03: Aber es läuft sozusagen wie es immer gelaufen ist und diese Binnenläufe Die müssen gestoppt werden.
00:36:10: Wir sollten überlegen, was ist richtig?
00:36:16: Was machen wir richtig und unser Tun ein Stück weit einem Controlling unterziehen.
00:36:22: Also einfach nachdenken in Gruppen, in Zweiergesprächen oder in den Verbänden, in denen wir sonst tätig sind.
00:36:29: Machen wir das richtig?
00:36:31: Tun wir genug?
00:36:34: sind wir ständig mit uns selbst beschäftigt und vergessen dann, dass wir ja eigentlich was tun wollten.
00:36:40: Schöne Schlussworte, engagierte Schlusswerte würde ich sagen.
00:36:44: das passt
00:36:44: ja.
00:36:45: vielen Dank für das Gespräch und danke natürlich wie immer auch allen Hörerinnen fürs Zuhören das Interesse und die Zeit auf Wiederhören.
00:36:55: Das war Literaturhaus Bremen der Podcast.